„Das Mark des Lebens“

Veröffentlicht von Marion Elend am

Inspiriert durch den Club der toten Dichter:

„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegter leben. 
Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war.
Damit ich nicht in der Todesstunde Inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“

Henry David Thoreau

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Du kannst ihn gehen, den Weg des intensiven Lebens. 
Ein Weg durch die Hingabe, das Vertrauen, die Demut, die Zweifel, das Hadern, und den Mut. Immer wieder Mut.

Für eine große Veränderung, für ein Wunder, um Neues zu erschaffen, es braucht ganz einfach Mut. Einen Glauben an sich und dass das Leben immer für einen geschieht. Einen Glauben daran, dass eine jede Erfahrung eine erwünschte ist. Auf Seelenebene. Da mag der menschliche Verstand noch so sehr jaulen, nach Sicherheit rufen, einen Plan und die Kontrolle haben wollen, wenn die Seele übernimmt, wenn sie übernehmen darf, dann ist dies derart kraftvoll, dass Verstand und Ego chancenlos sind. 
Nicht umsonst wird die Demut als der einzig wahre Egovollstrecker bezeichnet. Nicht das falsche Selbst hat dann mehr das Sagen, auch nicht mehr nur das eigene Hohe Selbst, nein, es wird dem Willen des Einen gefolgt, zum Wohle des Großen Ganzen. 
In Demut dienen. Sich dem Willen des AllEinen beugen. Dagegen kommt kein Ego an. Die universelle Kraft, die damit zum Fließen kommt, ist wahrhaft mächtig. Und mit dem Gefühl genau dieser Kraft in sich kann man auch den Schritt über den Abgrund tun. 
Sich fallenlassen. 
Im Gewahrsein eines Aufgefangen-Werdens, durch das Leben, durch Gott, durch genau die Geschehnisse, die auf dem ureigenen Seelenweg zum Wohle des Ganzen vorgesehen sind.

Du kannst nichts verstecken. Du kannst keinen Plan B im Geheimen haben. Du kannst keine Geheimnisse haben, weil da doch noch Zweifel sind. Weil der Glaube an Wunder, an ein Aufgefangen-Werden, an einen nächsten Moment, der es gut mit dir meint, nicht allumfassend ist. Du kannst keine Versicherung abschließen für genau diesen Fall. 
Dass das Leben dich zum Springen aufruft, zum Loslassen. Dass es dich ruft, um deine Flügel zu nutzen und um zu realisieren, dass sie dich tragen werden. Da ist kein Fallschirm und kein doppelter Boden. Wozu auch?

Du bist eine unsterbliche Seele in einem menschlichen Körper. Damit kann dir nichts passieren. Sofern deine Identifizierung nicht auf deinen Körper beschränkt ist, sondern das Ewige umfasst, kannst du fliegen. Solltest du auch den aktuellen Körper verlassen müssen, du wärest immer noch du. Du würdest nicht weniger wert sein als vorher und du würdest nichts vermissen.

Im Loslassen und im Fallen kannst du nur gewinnen. 
Mit vollem Einsatz und mit vollem Risiko voran. 
Nur so wird aus einem All-In ein All-Win.

Intensives Leben!

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