Abschied und Neubeginn

Veröffentlicht von Marion Elend am

Samhain

Das Jahreskreisfest, das für Ende und Neubeginn steht.
Das für ein Ende der Erntezeit steht.
Ich habe wahrlich geerntet – bis zum letzten Tag.

Für mich bedeutet dies: Zwei Jahre Heldenreise!
Aus der gewohnten Welt abgetaucht, 
dem Ruf gefolgt, der nach einem Buch rief.

Leistungsgesellschaft ade!
Der Aufruf, der für mich eine Einladung war.
Der einem Eheversprechen gleich mit einem „Ja, ich will“ beantwortet wurde.
Mit einem Gefühl von – das ist für die Ewigkeit.
Doch ein Kapitel war es nur.

Denn das wahre Ziel der Reise, es war ein anderes. 
Das wahre Ziel, das war ich.
Finde dich. Finde Erfüllung. 
Mache dich auf, dich zu entdecken und zu leben. 
Ich war der Schatz, für den ich mich auf den Weg gemacht habe.

Die Vision des Buchs immer vor Augen sprang ich über meine Schatten, sprang ich ins Nichts, verließ ich meinen alten Job und folgte stetig und ausschließlich meiner inneren Stimme. Die mich zu mir führte.

Aus Erfolg wurde Erfüllung.

Aus rationalen, Kontrolle und Sicherheit suchenden Entscheidungen wurden Herz-geführte Entscheidungen. Ich durfte die Kraft und das Wohlgefühl erfahren, das sich einstellt, wenn ich schlicht mir, meiner inneren Stimme folge.

Aus einer Angst vor Verletzlichkeit wurde Berührbarkeit. Berührbar sein. Emotional sein. Das, was den Menschen ausmacht, und ihn von der Arbeitsmaschine unterscheidet, die auch ich einmal war.

Aus Angst vor Sichtbarkeit wurde ein Wunsch nach Sichtbarkeit. Einst zum Schweigen verdammt gewesen, wuchs ich hinein, meine Stimme zu nutzen.

Aus einer Entscheidung, mir, dem Leben zu vertrauen, wurde spürbares Gottvertrauen. In einer Definition von – ich lasse mich nicht im Stich.

Aus einem Leistungsgeprägten Leben wurde das Experiment, ein Einfach nur Sein zu leben. Etwas, das sich einfacher anfühlt, als es ist. Einfach nur Sein, aus dem Innen heraus agieren, sich aller äußeren Konstrukte entledigen – erst diesen Weg zu beschreiten, lässt erkennen, wie sehr wir tief in uns geprägt sind von anerzogenen Normen.

Herausgenommen aus der Leistungsgesellschaft hieß auch herausgenommen aus jeglicher Anerkennung im Außen. Sich nicht mehr definieren durch einen Beruf, eine Rolle in der Gesellschaft. Einkommenslos voran. Um durch dieses maximale Loslassen in einen Selbstwert zu finden, von dem ich niemals etwas geahnt hatte.

Um durch den vollen Fokus auf mich, durch das Aufschreiben meiner Geschichte noch so viel mehr zu heilen, bis hin zu dem Gefühl meinen wahren, innersten Kern gefunden zu haben, der unsere wahre Essenz ist. Strahlend, glänzend, unkaputtbar, durch nichts zu erschüttern. Selbstliebe. Das Ergebnis bedingungsloser Schattenarbeit.

Um in diesen Momenten, in denen mich nichts erschüttern kann, in einen inneren Frieden gefunden zu haben, von dem ich nie geträumt hatte. Leben war Kampf – damals. Leben kann Frieden sein – heute. Ich muss nicht kämpfen, um zu siegen. Weichheit zulassen kann eine ganz besondere Form von Stärke sein.

Weichheit zulassen erleichtert das Fließen mit dem Leben. Was will das Leben von mir? Ich hatte die Heldenreise begonnen mit einem Deuten der Zeichen und mit einem Folgen, doch das Lieben dieses sich wandelnden Lebens, das durfte ich lernen.

Loszulassen waren die Erwartungen an das eigene Leben, weil es Besseres mit mir vorhatte. Weil es wusste, was mir gut tat, wie ich zu mir finden würde.

Den Einklang herstellen. Mich in Einklang bringen. Diesen Weg hatte ich vorher bereits eingeschlagen, doch es durfte sich entwickeln. Ich durfte mich entwickeln und entfalten.

Ich bin noch einmal dem Tod begegnet. Aus einer Erinnerung, dass ich mir auf Seelenebene diese Leben wählte, wurde eine Entscheidung, alles weitere auch von menschlicher Seite her leben zu wollen. Nicht mehr hineingeworfen und es irgendwie leben, sondern freiwillig und es vollends bejahend voran gehen.

Aus einem „your soul is hungry for expression” wurde “I am hungry for expression”. Aus einem Nichtwissen, welchen Inhaltes dieser Ausdruck denn bloß sein sollte, wurde Gewissheit, wurden ein Name und eine Rolle.

Seelenlotsin – Wandelbegleiterin

Aus einem Ruf nach meiner niedergeschriebenen Geschichte, der zunächst von Hadern und Widerstand begleitet worden war, erwuchs die Gewissheit: Ich habe etwas zu sagen & Ich will sie teilen – meine Wahrheit. 
Und auch wenn das Buch noch nicht im Regal steht, es ist auf dem Weg und ein Kapitel bereits veröffentlicht.

Zwei Jahre Schreiben – Zwei Jahre Heldenreise

Herausgekommen ist die Erkenntnis, dass alles in uns liegt. Alles Erwünschte und alles Unerwünschte. Alles Potential und alle Hindernisse. Jegliche Weisheit des Universums im Großen und jegliche Wegweiser für unseren ganz eigenen Weg. Hin zu uns. Hin zu dem Schöpfer, der wir sind, schlicht indem wir genau daran glauben – an unsere eigene Größe.
Und indem wir unseren Weg gehen.

Lange hielt mich nicht nur die Vision eines Buches aufrecht, sondern auch die eines Wunder im Außen. Um doch immer wieder zurückerinnert zu werden an die Erkenntnis, die bereits Jahr Eins mir schenkte:
Ich bin das Wunder, auf das ich gewartet habe.

Und indem ich es bin, bin ich es.
Auf neuen Wegen.
Sichtbar.

Den Schatz der Heldenreise ins Außen tragen.
Mich ins Außen tragen.
Auf meinem einmaligen Weg.

Um neben allen Schätzen in mir auch das Schreiben mitzunehmen.
Das nie Teil meines Lebens war.
Das zu einem unerwartet wertvollen Begleiter wurde.
Das mir so viel verriet.
Über den Weg und über die Welt.

Denn nicht nur mehr ich schreibe. 
So oft und immer wieder schreibt es mich.
Befreiendes, Erhellendes, Wegweisendes.

Und es wird dies weiter tun

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